Das Mythentor

Home

Sitemap

Impressum

Der Sagenkreis
Einleitung
Römische Mythologie
Griechische Mythologie
Der Anfang
Prometheus
Perseus
Herakles
Die Argonauten
Theseus
Der Trojanische Krieg
Die Odyssee
Schautafeln
Erläuterungen
Keltische Mythologie
Nordische Mythologie
Östliche Mythologie
Die Worttafel
Lexikon der Mythologie
Die Drachenhöhle
Welt der Fabelwesen
Die Specials
Brauchtümer und Feste
Die Überbleibsel
Quellen
Links
Literaturtipps
Interaktiv

Der Sagenkreis

Griechische Mythologie

Der Trojanische Krieg

Agamemnons schreckliche Heimkehr


Orest tötet Aigisthos 
(schwarzfigurige Amphore)

Nach dem Fall Trojas machten sich die überlebenden Helden auf die Rückfahrt. Menelaos und Helena kehrten nach Sparta zurück. Doch nicht allen war eine glückliche Heimkehr bescherrt. Ajax fand den Tod bei einem Schiffsunglück auf der Rückfahrt. Odysseus sollte seine Heimat erst nach zehn Jahren der Irrfahrten wiedersehen. Und auf Agamemnon wartete schon ein schreckliches Schicksal in seinem Palast von Mykene.

Klytemnästra, die Gemahlin Agamemnons, hatte nicht die Qualen vergessen, die ihr die Opferung und Entrückung ihrer Tochter Iphigineia bereitet hatten. Sie zürnte deswegen Agamemnon und verbündete sich mit ihrem Vetter Aigisthos. Mit ihm zusammen regierte sie fortan das Königreich. Als sich nun Agamemnons Rückkehr ankündigte, trat sie ihm mit verstellter Freundlichkeit entgegen. Ahnungslos betrat der König das Badegewölbe, wo ihm seine Frau ein Bad hatte richten lassen. Er legte Waffen und Kleidung ab, um in das Bad zu steigen. Da stürmten Klytemnästra und Aigisthos aus ihrem Versteck hervor, warfen dem überraschten König ein Netz über und töteten ihn.

Die beiden Verräter scheuten sich nicht, den Leichnam des ermordeten Königs aufzubahren und zur Schau zu stellen. Sie verbreitete Lügen über ihn, in dem sie ihn des Mordes an ihre Tochter und des Ehebruches mit Kassandra bezichtigte. Agamemnon hat Kassandra als Sklavin aus Troja mitgebracht. Auch sie wurde von den beiden getötet. Niemand wagte gegen diese Lügen aufzubegehren  und so konnte Klytemnästra und Aigisthos ihre Herrschaft festigen.

Elektra, die besonnene Tochter des Agamemnons, hatte in kluger Voraussicht ihren Bruder Orest zur Sicherheit zu ihrem Oheim nach Phokis bringen lassen. In ihn hoffte sie, den Rächer ihres Vaters zu finden. Und so wartete sie Jahr um Jahr auf dessen Rückkehr nach Mykene.

Klytemnästra plagte in der Zeit eine sorgenvolle Unruhe. Als sie eines Tages am Altar Apollons ein Opfer darbrachte, erschien ein Bote, der ihr den Tod des Orestes verkündigte. So schien die Gefahr der Rache des Sohnes gebannt. Doch die Königin wusste nicht, dass die Nachricht gefälscht war, um sie in Sicherheit zu wiegen. Vor dem Palast traf Orest auf seine Schwester Elektra, die nach dieser schrecklichen Nachricht klagend zum Grab ihres Vaters geeilt war. Wie groß war da ihre Freude, den Bruder lebend vor sich zu sehen.

Gemeinsam stürmten sie in den Palast, wo Klytemnästra ohne Schutz war, denn Aigisthos weilte zu dieser Zeit an einem anderen Ort. Dort töteten sie die eigene Mutter. Aigisthos hatte jedoch voller Unruhe seine Reise abgebrochen und erschien nur wenige Augenblicke später im Palast. Sie drängten sie ihn in das Bad, wo einst Agamemnon von ihm ermordet worden war. Dort fiel er unter den Todesstreichen des rächenden Sohnes.

« zurück

Die Hochzeit von Peleus und Thetis
Der Feldzug gegen Troja
Die Opferung der Iphigeneia
Achilleus Streit mit Agamemnon
Der Zweikampf um Helena
Der Tod des Patroklos
Achilleus Kampf mit Hektor
Achilleus Schicksal erfüllt sich
Der Fall Trojas
 
Seitenanfang

Seite drucken

[Der Sagenkreis] -¦- [Die Worttafel] -¦- [Die Drachenhöhle] -¦- [Die Überbleibsel] -¦- [Sitemap] -¦- [Impressum] -¦- [Home]

© 2000-2002 Sylvia Seelert